PLoS vs. Verlag
Worin unterscheidet sich effektiv eine Veröffentlichung bei einem Verlag von einer PLoS-Veröffentlichung in Bezug auf den Impact/CI?
Worin unterscheidet sich effektiv eine Veröffentlichung bei einem Verlag von einer PLoS-Veröffentlichung in Bezug auf den Impact/CI?
Hallo zusammen,
mir wurde zum Schreiben von Diplomarbeiten, etc. LaTeX wärmstens empfohlen. Wer hat damit schon Erfahrungen? Wie funktioniert das eigentlich?
Bisher habe ich mich bei allen Dingen auf OpenOffice oder MS Office beschränkt und bin damit weitgehend gut gefahren.
Hallo,
ich habe meine Diplomarbeit in LaTeX geschrieben, und werde das auch für meine Doktorarbeit tun.
Es bedarf zwar einiger Einarbeitungszeit, aber ich fand, dass das eigentlich recht schnell ging.
Für die Diplomarbeit habe ich zunächst Word verwendet, hab das dann aber nach einer Woche aufgegeben und mit LaTeX begonnen, ohne Vorkenntnisse (weiß gar nicht mehr genau was mich damals an Word so aufgeregt hat).
Das Ergebnis schaut mit LaTeX einfach professioneller aus, und anstatt WYSIWYG ist es mehr WYWIWYG (das zweite W steht dabei für „want“).
Sehr praktisch bei LaTeX finde ich, dass man als Hauptdatei quasi nur ein grobes Gerüst der Arbeit hat und für jedes Kapitel eine eigene Datei anlegen kann.
In der Hauptdatei stehen dann nur die ganzen stilistischen Befehle, die für das ganze Dokument gelten, gefolgt von Befehlen wie „Hier Kapitel 1 einfügen“, „Hier Kapitel 2 einfügen“ usw.
Das macht das Arbeiten an den einzelnen Kapiteln recht übersichtlich und am Ende braucht es nur einen Klick, um das Gesamtdokument zu erstellen.
Formate für Überschriften, Einzüge usw. kann man mit nur einem Befehl ändern, was auch ganz praktisch ist.
Abbildungen und Tabellen werden automatisch nummeriert, auch wenn man sie im Text hin- und herschiebt. Braucht sich also um die Nummerierung nicht mehr kümmern.
Jeder Abbildung, Tabelle oder auch Überschrift kann man ein Label geben, zu dem man dann im Text einfach verweisen kann. Man muss also nicht jedesmal die Nummern der einzelnen Abbildungen checken, sondern man vergibt zum Beispiel an Abbildung 3 ein Label mit
\label{Fig_Sammelraten}
und verweist im Text darauf mit
„Abb. \ref{Fig_Sammelraten} zeigt, dass“
was dann im fertigen Dokument
„Abb. 3 zeigt, dass“ bewirkt.
Ändert man nachträglich die Reihenfolge der Abbildungen, dann werden auch die ganzen Verweise automatisch geändert. Das gleiche gilt wie gesagt auch für Tabellen, Überschriften, eigentlich für alles, da man auch auf die entsprechenden Seiten verweisen kann.
Zu Beginn hatte ich mir dieses Buch hier gekauft, was die Grundzüge von LaTeX recht gut erklärt:
http://www.amazon.de/Wissenschaftlich-LaTeX-arbeiten-Petra-Schlager/dp/3827372399
Wenn man dann noch Fragen hat (und die hat man mit Sicherheit!), dann findet man meistens relativ schnell eine Antwort, bzw. den nötigen Befehl im Internet.
Die einzigen Nachteile sind, dass nur wenig Journals auch LaTeX-Dateien akzeptieren und dass man es nicht wirklich verwenden kann, wenn mehrere Autoren an einem Manuskript arbeiten (es sei denn alle verwenden LaTeX, was aber wohl sehr, sehr selten ist). Da muss man dann doch auf Word zurückgreifen.
Wie gesagt, man muss sich etwas einarbeiten, aber ich möchte auf LaTeX nicht mehr verzichten müssen. Mit einem guten Text-Editor (wie zum Beispiel TextMate am Mac) geht das Schreiben dann gleich nochmals flotter.
Ach ja, Literaturlisten sind dank dem kostenlosen BibDesk mit LaTeX auch kein Problem und relativ einfach zu erstellen.
Es gibt auch viele Tutorials im Internet. Am besten einfach mal ein wenig ausprobieren. Es liegt wahrscheinlich nicht jedem, aber ich fand es bei der Diplomarbeit sogar relativ motivierend, weil man ständig kleine Erfolgserlebnisse hat, wenn man rausgefunden hat, wie dies und das funktioniert.
Könnte aber auch etwas frustrierend sein, wenn man die Arbeit schon nächste Woche abgeben muss
Ich bin kein Geek, habe aber meine Diss (auf Empfehlung von Geeks
) auch mit LateX geschrieben. Was Ralph beschrieben hat trifft komplett zu. Ein weiterer Vorteil wurde mir erst dann bewusst, als die Arbeit eigentlich schon fertig war: Kapitel umstellen. Überhaupt kein Problem, da jedes Kapitel eine eigene Datei war. Und die Nummerierung von allen möglichen Sachen (Überschriften, Bildern, Tabellen) war überhaupt kein Thema.
Die Literaturliste erstellt sich auch automatisch, 1A.
Der Aufwand, sich einzuarbeiten, ist nicht unerheblich. Und es gibt Dinge, die man von Anfang an wissen sollte, weil das spätere Umstellen sehr, sehr arbeitsintensiv ist (z.B. deutsche Anführungsstriche schreiben sich \glqq und \grqq).
Und noch etwas, was für mich absolut unverzichtbar war: 3-4 Freunde in der Skype- oder GTalk-Liste, die mal eben helfen, wenn gar nix geht. Ah, wenn die Datei gar nicht mehr kompiliert ist häufig ein Bildername falsch! ![]()
Je länger ich an der Diss sitze, desto dankbarer bin ich dafür, dass ich sie in LateX geschrieben habe (500 Seiten). Würde auf keinen Fall mehr tauschen wollen.
naja es muss nicht immer wieder Latex sein… ich denke Docbook ist eine gute Alternative.
Verfolgt letzten Endes den selben Gedanken nur halt im xml Format.
Tobias 14:23 am 24. Juni 2009 Permalink |
Impact Factor bzw. Citation Index sind unabhängig von Open Access oder nicht. PLoS-Journals sind genauso peer-reviewt wie wie andere auch (mit Ausnahme von PLoS ONE). Tendenziell denke ich aber, dass bei gleichem Impact Factor ein Paper in PLoS eine höhere Visibilität hat, da eben Open Access. Bei PLoS hast du relativ hohe Publikationsgebühren, so funktioniert deren Geschäftsmodell
Alexander 14:27 am 24. Juni 2009 Permalink
Kurze Berichtigung: Auch bei PLoS ONE findet ein technisches Peer Review statt; nur werden dann alle von den Reviewern für OK befundenen Paper sofort veröffentlicht.
Stefan 15:59 am 24. Juni 2009 Permalink
Von welchen Beträgen reden wir da so?
Tobias 12:03 am 27. Juni 2009 Permalink
http://www.plosbiology.org/static/policies.action
2850$